Lots Weib

DDR 1695
Regie: Egon Günther
mit: Marita Böhme, Günther Simon, Rolf Römer, Klaus Piontek,
106 Min.

Gesellschaftskritische DEFA-Filme vor dem und verbotene Filme nach dem 11. Plenum

Die Ehe von Katrin und Richard Lot ist zur Routine geworden. Sie hat einen Beruf, der sie ausfüllt, er kommt als Marine-Offizier nur alle vierzehn Tage nach Hause. Ihrer Ehe fehlt das entscheidende: Liebe. Sie will die Scheidung. Er lehnt ab. Katrin greift zu einem ungewöhnlichen Mittel. Sie stiehlt in einem Kaufhaus, wird zu drei Monaten auf Bewährung verurteilt. Nun reicht er die Scheidung ein wegen „moralischer Labilität“ seiner Frau. Als Gesangsinterpretin wurde die Jazzsängerin Ruth Hohmann verpflichtet. Die Drehorte in Berlin befanden sich Unter den Linden, am Alexanderplatz, in der Karl-Marx-Allee, Schönhauser Allee, im Tierpark Berlin und in der Mokka-Milch-Eisbar. Lots Weib war die erste selbständige Regiearbeit von Egon ­Günther. Der Film hatte am 27. August 1965 Premiere. Der Film ist ein Plädoyer für die Vernunft, für menschliche Würde, aktuell und weit mehr als eine Lektion in Scheidungsfragen. Das Lexikon des internationalen Films schreibt, dass es sich bei dem Film um eine ernsthafte, in der Thematik, wie in der Form bemerkenswerte Aus­ einandersetzung mit Erscheinungen der DDR-Gesellschaft handelt. Es ist ein problembewusster Film, dessen überdurchschnittliche Gestaltung durch gute Darstellerleistungen abgerundet wird. Gesprächspartner: Franziska Günther Filmeinführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Spielzeiten:

Oktober

Mo 26.   19:00 Uhr

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