Film Still aus - Stolpersteine – Filme gegen das Vergessen 2025


Stolpersteine – Filme gegen das Vergessen 2025

DE 2025
80 Min.

Nach der Vorführung findet ein Filmgespräch statt.

Ungesehen! – Über Zwangsprostitution, queere Menschen, kulturelle Ideale, eine couragierte Stadt und einen Road Trip zur eigenen Geschichte

Die aktuellen Produktionen der Filmreihe STOLPERSTEINE richten den Blick auf Geschichte(n), die bisher im Schatten der Erinnerungskultur stehen. Sie erzählen, wie die Nazis Frauen im KZ Buchenwald zur Prostitution gezwungen haben und von Kurt Koch aus Halle, dessen Stimme als homosexueller Mann bisher ungehört ist. Die Produktionen begleiten Michal Saar Bleiweiß auf ihrer Reise von Israel nach Halle, wo ein Stolperstein für ihren Vater Manfred Katz verlegt wird, und fragen mit Tanya Yael Raab, wie antisemitische Körpernormen bis heute Schönheitsideale und Selbstoptimierung prägen. Ein weiterer Film dokumentiert die Angriffe auf die Stolpersteine in Zeitz und zeigt die Zivilcourage einer Stadt, die sich wehrt. Am 26.01.2026 feiert der Master Multimedia und Autorschaft (MMA) in Kooperation mit dem Stadtmuseum Halle sowie dem Puschkino die Premiere von fünf Dokumentarfilmen aus der Filmreihe Stolpersteine – Filme gegen das Vergessen.
DIE FILME (KURZSYNOPSEN) PROTOKOLLIERT, BENUTZT, VERGESSEN: ZWANGSPROSTITUTION IN KONZENTRATIONSLAGERN Autorinnen: Carolin Körber, Lea Büttner Der Film beleuchtet ein verdrängtes Kapitel der NS-Geschichte: die systematische Zwangsprostitution in Lagerbordellen. Anhand der fragmentarischen Erzählungen von Zeitzeuginnen wird sichtbar, was lange im Schatten stand – und bis heute nicht aufgearbeitet ist.   DIE NASE ALS ZEICHEN DES ANDEREN Autorinnen: Johanna Pichler, Allegra Wendemuth, Charlotte Bock, Nele Störmer Von der plastischen Chirurgie im frühen 20. Jahrhundert bis zu TikTok-Trends heute: Der Film zeigt, wie antisemitische Schönheitsnormen sich durch die Jahrhunderte ziehen und bis in die Gegenwart hinein Körper und Selbstbilder prägen.   KURT KOCH UND DER ROSA WINKEL Autorinnen: Kio Weck, Marianna Mertens Kurt Koch aus Halle überlebt die NS-Verfolgung als homosexueller Mann – doch seine Stimme wurde nie gehört. Der Film erzählt von der systematischen Unterdrückung queerer Menschen und dem jahrzehntelangen Schweigen darüber. GESTOHLENES GEDENKEN: STOLPERSTEINE IN ZEITZ AutorInnen: Babett Gumbrecht, Felix Jakobs, Erik Peuker, Clemens T. Kral, Nicole Scheermann Zeitz, Oktober 2024: Alle Stolpersteine der Stadt werden gestohlen. Januar 2025: Die neu verlegten Steine werden beschädigt. Der Film dokumentiert Angriffe auf das Gedenken und die beeindruckende Zivilcourage einer Stadt, die sich wehrt. DER WEG ZURÜCK AutorInnen: Louis Auvray, Oscar Krimm, Annika Seiferlein Michal Saar Bleiweiß begibt sich auf die Spuren ihres Vaters Manfred Katz, der in Halle aufwächst und den Holocaust überlebt. Die Reise führt von Israel über Prag und Theresienstadt zurück nach Halle: eine persönliche Auseinandersetzung der zweiten Generation mit den Verbrechen an ihrer Familie.

Spielzeiten:

Januar

Mo 26.   17:30 Uhr Di 27.   15:00 Uhr

Die Zeiten können mit einem Klick in den eigenen Kalender eingetragen werden.