Film Still aus - Der Fall Ö.


Der Fall Ö.

Deutschland 1991
Regie: Rainer Simon
mit: Sebastian Hartmann, Matthias Habich, Tatiana Lygari, Jan Josef Liefers,
95 Min.

„Literaturverfilmungen der DEFA“ - SYMPOSIUM anlässlich des 80. Jahrestages der Gründung der DEFA

Sommer 1944: Im von deutschen Truppen besetzten Griechenland dreht ein Hauptmann der Wehrmacht mit einer 16mm-Kamera einen Amateurfilm nach Sophokles′ "König Ödipus". Die Rollen besetzt er mit Soldaten und einigen Einheimischen. Zwar mitten im Krieg, beschäftigen sich Soldaten mit einem Werk des griechischen Humanismus - sind sich aber schon bewusst, dass der Aufenthalt, im Verhältnis zu anderen Fronten, fast einem Urlaub gleicht. Ein naiver Gefreiter, der der den Ödipus spielen soll, nähert sich vollkommen unbefangen dem griechischen Mythos, stellt einfache Fragen und wird mit den gar nicht einfachen Antworten allein gelassen. Auf der anderen Seite stehen drei griechische Schauspieler, die nur allzu gern in diesem Film mitwirken, scheint ihnen doch dieses Unternehmen zumindest für einige Zeit Schutz und Brot zu geben. Ihm gegenüber regiert ein Hauptfeldwebel, für den nur das Durchsetzen des militärischen Gehorsams zählt. Doch die Kriegsrealität beendet ihr Spiel. Nach einem Partisanenüberfall werden die griechischen Schauspieler als Geiseln genommen. Als sie fliehen, lässt der Hauptmann das Feuer auf sie eröffnen. Michael Hanisch meint in der Neuen Zeit: „Der Film entstand in der Mitte des Jahres 1990, als es möglich war, unverstellt das auszudrücken, was man sagen wollte. Doch dieser Regisseur ist klug genug, diesen „Freiraum“ nicht billig auszunutzen und diese Geschichte dafür zu benutzen, um möglichst viel von dem auszudrücken, was er bisher nicht sagen durfte.“ Anschließendes Gespräch mit Regisseur Rainer Simon, Prof. Dr. Carsten Gansel und Paul Werner Wagner.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung zur Vorstellung unter: 0391 568760 oder E-Mail: info.magdeburg@fes.de

Eine Veranstaltung der Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen-Anhalt, der Friedrich-Ebert-Stiftung Landesbüro Sachsen- Anhalt und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit freundlicher Unterstützung der DEFA-Stiftung.

Spielzeiten:

Mai

Fr 22.   14:00 Uhr

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