Film Still aus - Grand Budapest Hotel
Szenenbild aus dem Film: Grand Budapest Hotel © Twentieth Century Fox
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Trailer zum Film: Grand Budapest Hotel © Twentieth Century Fox

Grand Budapest Hotel

USA, Deutschland 2013
Regie: Wes Anderson
mit: Ralph Fiennes Tony Revolori Jeff Goldblum Adrien Brody Saoirse Ronan Tilda Swinton Edward Norton F. Murray Abraham Willem Dafoe Léa Seydoux Bill Murray
100 Min.

Europa zwischen den Weltkriegen. Das renommierte „Grand Budapest Hotel“ist eine Institution in seiner Branche. Erzählt wird die Geschichte von Gustave H., dem legendären Concierge und seines neuen Lobby-Boys Zero Moustafa. Zusammen sind beide ein mehr als ungewöhnliches Lehrer-Schüler-Gespann, das Hals über Kopf in einen mysteriösen Kriminalfall stolpert und fortan von den Behörden argwöhnisch beobachtet wird. Nach dem offenbar gewaltsamen Tod der schwerreichen Madame D. vermacht diese ihrem treuen Freund Gustave ein wertvolles Gemälde. Die enge Verbindung missfällt vor allem Dmitri, dem Nachkommen der adeligen Dame, der seinen Bluthund auf Gustave und Zero hetzt. Es ist der Auftakt eines absurden, temporeichen Katz-und-Maus-Spiels, in dem immer neue Figuren und Wendungen auftauchen. Der mit Stars gerade verschwenderisch besetzte Film lebt zunächst von der Spielfreude seines Ensembles und der von Anderson perfektionierten Reizüberflutung im Stakkato-Rhythmus. Dieser orientiert sich mit seinem überdrehten Tempo, seinen Slapstickeinlagen und bewusst künstlichen Actiontableaus an den zum Teil noch als Stummfilm abgedrehten Komödien der 1920er- und 1930er-Jahre. Der kindlich naive Charme seiner früheren Arbeiten lässt sich ebenso wie Andersons wunderbar entrückter Weltschmerz auch in „Grand Budapest Hotel“ in vielen Einstellungen entdecken. Hinzu kommt der dunkle Schatten des Zweiten Weltkriegs und mit ihm eine düstere Melancholie, die in den Werken des von Anderson verehrten Wiener Schriftstellers Stefan Zweig allgegenwärtig war. Dessen literarisches Werk habe ihm bei der Ausarbeitung seines ersten europäischen Filmprojekts als Inspiration und Ideenvorlage gedient. Vor allem Zweigs Blick für die Tragik der menschlichen Existenz ist hier trotz der vordergründig heiteren Erzählhaltung als Grundrauschen allgegenwärtig.

Für diesen Film sind zur Zeit keine Vorführungen geplant.


Kommentare


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Matthias Erben schrieb am 03.05.2014 um 20:56:30

Grandios!

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