Film Still aus - Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow
Szenenbild aus dem Film: Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow © DEFA Stiftung

Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow

DDR 1973
Regie: Siegfried Kühn
mit: Fritz Marquart, Gisela Hess, Jürgen Holtz, Lothar Warneke, Volkmar Kleinert, Carmen Maja ­Antoni,
90 Min.

75 Jahre DEFA - Filme, die man nicht vergisst

Am 17. Mai 1946 wurde in Potsdam-Babelsberg die Deutsche Film-AG (DEFA) gegründet. Die DEFA sollte laut dem Anliegen ihrer Gründer „helfen, in Deutschland die Demokratie zu restaurieren, die deutschen Köpfe vom Faschismus zu befreien und auch zu sozialistischen Bürgern erziehen“. Zwischen 1946 und 1992 entstanden mehr als 700 Spielfilme, darunter Märchen, Kinderfilme, Literaturverfilmungen, antifaschistische Stoffe, Gegenwartsstreifen, Indianerfilme und Unterhaltungsfilme. Hinzu kommen 750 Animationsfilme, mehr als 2 000 Dokumentar- und Kurzfilme und Wochenschauen sowie über 600 Filme für das DDR-Fern- sehen. Friedrich Wilhelm Georg Platow ist ein etwas kauziger, aber sympathischer Schrankenwärter, 57 Jahre alt. Als seine Strecke modernisiert wird, soll er auf den ruhigen Posten an einer Nebenstrecke versetzt werden, während sein Sohn zu einem Qualifizierungslehrgang soll. Doch Platow jun. hat keine Lust dazu, und so entschließt sich der Vater, dorthin zu fahren. Ausgerüstet mit dessen Papieren erlebt der dadurch um zwanzig Jahre Verjüngte auch privat eine zweite Jugend. Als DDR-Gesellschaftssatire hatte es dieser poetisch-subversive Film schwer. Die feinsinnige Filmerzählung startete ohne Premiere und ohne Rezen­sionen, ausschließlich in kleinen Studio-Kinos. Anschließendes Filmgespräch mit Siegfried Kühn. Filmeinführung und Moderation: Paul Werner Wagner. Eine Film-Gesprächs-Reihe in Kooperation mit der ­Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.

Spielzeiten:

September

Mo 27.   19:00 Uhr

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